Haydn’s Schöpfung – reloaded

Seit Sommer 2012 umkreist die musikalische Arbeit des Robert-Schuman-Chors immer wieder das klassische Oratorium „die Schöpfung“ von Josef Haydn. Im Rahmen eines dreijährigen Zyklus „Haydns Schöpfung – reloaded“ setzt der Chor pro Jahr jeweils einen der drei Oratorienteile einer Konfrontation mit der Moderne aus.

Der Versuch, dem klassischen Werk neu zu begegnen, führte zu dem Gedanken, dass „Schöpfung“ nie vollendet sein kann, sondern sich jeden Tag durch unser Handeln verändert. Muss sich dann nicht auch Haydns Musik neu formen? Für den Konzertzyklus bearbeiten, arrangieren und ergänzen Camille Kerger und Martin Folz das Orchestermaterial der „Schöpfung“. Im Kern blieben die Chorpartien erhalten. Der Orchesterpart verteilt sich auf ein siebenköpfiges Instrumentalensemble für Flöte, Saxophon/ Klarinette, Violoncello, Akkorden, Piano, Kontrabass und Percussion.

Episode I (Untertitel: „Above us only Sky?“, 1. bis 4. Schöpfungstag) überraschte im Frühsommer 2013 vor allem mit einem erfrischend neuen Blick auf die Tonsprache Haydns. Die Verflechtung seiner Musik mit zeitgenössischen Stilelementen gewinnt in Episode II (Untertitel: „Naturally“, 5. und 6. Schöpfungstag) verstärkt an Bedeutung. Für das Jahr 2015 ist die Präsentation der Episode III (Untertitel: „As you are“, Garten Eden) geplant. Zusätzlich sollen dann lokale Partnerschaften mit Schul- und Jugendchören in das jeweilige Konzertprogramm einfließen. Der Zyklus endet mit der Aufführung des klassischen Oratoriums in voller Länge und im Original.